Gartenbau und Klimawandel in Deutschland

Kaum eine menschliche Tätigkeit ist schon immer in solch direkter Weise vom Klima abhängig gewesen wie die gärtnerische Arbeit. Dies gilt für den frühen Gartenbau als Grundlage menschlicher Sesshaftwerdung, für den modernen Hausgärtner und auch für den europäischen Erwerbsgartenbau.

Vom Gärtner wird die Bereitstellung von Frischware für den Markt von Obst, Gemüse und Zierpflanzen erwartet. Die Qualität dieser Frischware ist meist noch deutlicher von den Witterungsbedingungen beeinflusst, als dies bei anderen landwirtschaftlichen Produkten der Fall ist. Deshalb ist mit großer Sicherheit davon auszugehen, dass globale Klimaveränderungen im Gartenbau unmittelbare Konsequenzen haben werden. Auf der anderen Seite ist der Gartenbau schon immer darauf angewiesen gewesen, ein Verständnis für die Veränderbarkeit des Klimas zu entwickeln und anpassungsfähig zu reagieren.

Das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren und Erfurt e.V. (IGZ) hat deshalb die Aufgabe, an der vorsorgenden Forschung zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Gartenbau mitzuwirken. Dabei ist das IGZ auf Partner angewiesen, unter anderem aus der Klimaforschung, der Klimafolgenforschung, der Pflanzenzüchtung, der Industrie und dem praktischen Gartenbau.

Die vorliegende Kurzübersicht soll dazu dienen, den Wissenstand zum Thema Gartenbau und Klimawandel in Deutschland zusammenzufassen und Partner zu gemeinsamen Forschungsvorhaben anzuregen.

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